Hilfe für krebskranke Menschen aus der Ukraine

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Erlangen, 06.04.2022 Tausende Menschen aus der Ukraine haben ihre Heimat verlassen und benötigen jetzt medizinische Hilfe. Darunter auch viele Krebspatientinnen und Krebspatienten, die sich in ihrem Heimatland in Behandlung befanden. Nach der Registrierung erwartet die krebskranken Menschen nun auch noch die Suche nach Möglichkeiten der Weiterbehandlung und das unter der ohnehin schon extrem belastenden Situation. Der kostenfreie Service des Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) hilft ukrainischen Geflüchteten bei der Organisation ihrer weiteren Krebsbehandlung.

Ukrainischen Geflüchtete erhalten in Deutschland zunächst eine medizinische Grundversorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Für Krebspatientinnen und Krebspatienten bedeutet dies in der Regel, dass eine onkologische Behandlung fortgesetzt oder auch begonnen werden kann. Das BürgerTelefonKrebs des BZKF bietet kostenfreie Hilfe:

„Wir erhalten derzeit viele Fragen, von den Patienten und ihren Angehörigen aus der Ukraine, aber auch von aufnehmenden Familien aus Deutschland“, erklärt Susanne Kagermeier, ausgebildete Krankenpflegerin und Ansprechpartnerin am BürgerTelefonKrebs. „Wir verfolgen laufend die bundesweit einheitlichen Lösungen. Um dann rasch zu helfen und Patienten zur Weiterhandlung an passende onkologische Einrichtungen in der Nähe weiterzuleiten. Bei vielen Geflüchteten herrscht große Unsicherheit darüber, welchen Anspruch sie auf medizinische Versorgung haben – wir versuchen die Angst zu nehmen”, so Susanne Kagermeier. Das Team des BürgerTelefonKrebs beantwortet alle Fragen bezüglich einer Krebserkrankung. Die Vermittlung an ein wohnortnahes Krebszentrum und Zugang zu neuesten Therapieoptionen und finanziellen Hilfen aufzuzeigen, gehört zu den kostenfreien Leistungen des BürgerTelefonKrebs.

Das BZKF ist ein Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika und vereint die fachlichen Kompetenzen der Expertinnen und Experten aus Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten aus München, Regensburg und Würzburg.
„Ziel des Zentrums ist es, die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in Bayern voranzutreiben. Durch die vorhandenen Strukturen und das BürgerTelefonKrebs haben wir bewiesen, dass wir in Krisensituation schnell weiterhelfen können“, so Prof. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF.

Auskunft und Hilfe: buergertelefon@bzkf.de
Telefonische Beratung in deutscher Sprache: Tel. 0800 85 100 80

Zur ukrainischen und russischen Übersetzung der Pressemitteilung