Drei Jahre zuverlässige Informationen durch das BürgerTelefonKrebs 

Seit drei Jahren bietet das BürgerTelefonKrebs des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 eine zuverlässige Beratungs- und Informationsquelle zum Thema Krebs. Seit Juli 2020 hat sich das BürgerTelefonKrebs als wertvolle Anlaufstelle für die bayerische Bevölkerung etabliert.

Was leistet das BürgerTelefonKrebs?

Susanne Kagermeier, Ansprechpartnerin am BürgerTelefonKrebs, erklärt:

“Die Diagnose Krebs ist eine enorme emotionale Belastung. Unser Team ist speziell geschult, um einfühlsam auf die Bedürfnisse des Anfragenden einzugehen. Wir sind vorbereitet, allen Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen in jeder Phase ihrer Behandlung beizustehen und ermutigen alle Betroffenen, sich bei uns zu melden.“

Wie nehmen die Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen das Angebot an?

Susanne Kagermeier als ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin und Psychoonkologin weiß: „Aufgrund ihrer Krebsdiagnose fühlen sich die Anruferinnen und Anrufer oft hilflos und überfordert. Sie suchen nach Informationen und Antworten auf ihre Fragen. Das BürgerTelefonKrebs hilft den Anfragenden, sich in der komplexen Situation besser zurechtzufinden. Gerade für Patientinnen und Patienten aus dem ländlichen Raum ist der Zugang zu Beratungsstellen erschwert. Ein zentraler Aspekt unserer Arbeit ist das Übersetzen von medizinischen Zusammenhängen und die Suche nach wohnortnahen und zertifizierten Krebszentren für eine entsprechende Behandlung sowie die Vermittlung an Fachärztinnen und Fachärzte, Beratungsstellen für eine psychoonkologische Beratung, Rechtsfragen oder die häusliche Pflege.“


Wie fällt das Resümee nach drei Jahren aus?

Rund 2.400 Anrufe unter 0800 85 100 80 und Kontaktaufnahmen per E-Mail gingen seither beim BürgerTelefonKrebs ein. Knapp die Hälfte aller Anrufenden sind Angehörige, die nach Rat suchen. Sie machen sich oft viele Gedanken und möchten durch präzise Informationen den Betroffenen helfen. Seit Juli 2020 hat sich das Angebot des BürgerTelefonKrebs weiterentwickelt. Durch die aktive Vernetzung und Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen konnte auf der Website des BZKF eine Suchfunktion für Selbsthilfegruppen für fast jede Krebserkrankung implementiert werden. Ein weiterer Fortschritt ist das zentrale BZKF-Studienregister. Es ermöglicht Krebspatientinnen und Krebspatienten sowie Ärztinnen und Ärzten Einrichtungen in Bayern zu finden, die eine passende onkologische Studie anbieten.

Susanne Kagermeier, betont: „Wir sind besonders stolz darauf, dass sich Patientinnen und Patienten bei uns melden, die eine Empfehlung von ihren Bekannten erhalten haben, sich direkt an das BürgerTelefonKrebs zu wenden. Das zeigt uns, dass das Team des BürgerTelefonKrebs in den vergangenen Jahren wertvolle Arbeit geleistet hat. Durch unser wachsendes Netzwerk erfahren viele Patientinnen und Patienten von ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken und Praxen oder ihrer Krankenkasse vom BürgerTelefonKrebs. Viele Anruferinnen und Anrufer finden unser Angebot auch durch die Recherche im Internet, bei der sie gezielt nach Unterstützung und Informationen zur Krankheitsbewältigung suchen.“


Wann ist das BürgerTelefonKrebs zu erreichen?

Das BürgerTelefonKrebs ist von Montag bis Freitag von 8:30 bis 12:30 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 erreichbar. Die Anruferinnen und Anrufer können sich darauf verlassen, dass ihre Anfragen vertraulich behandelt werden und sie verlässliche Informationen zum Thema Krebs erhalten. Bei Bedarf werden die Ratsuchenden auch an Fachärztinnen und Fachärzte weitergeleitet. Außerhalb der Beratungszeit können Anruferinnen und Anrufer eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Das Team des BürgerTelefonKrebs ruft Sie in jeden Fall zurück. Anfragen können ebenfalls per E-Mail an buergertelefon@bzkf.de richten.

Über das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Seit der Gründung des BZKF im November 2019 wird das Ziel verfolgt, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern, unabhängig von ihrem Wohnort, Zugang zu neuesten und innovativen Therapien zu ermöglichen. Mit dem Zusammenschluss der sechs bayerischen Uniklinika und Universitäten in Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten in München, Regensburg und Würzburg wird nicht nur die Krebsforschung gefördert, sondern auch Kompetenzen und Wissen zu den Themen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen gebündelt und zugleich Betroffenen flächendeckend Versorgung angeboten.