Bayerns Masterplan Prävention für bessere Gesundheit mit positiver Ein-Jahres-Bilanz – Gesundheits- und Präventionsministerin Gerlach:
Ein Jahr nach dem Start von Bayerns Masterplan Prävention für eine bessere Gesundheit ist schon viel für die Menschen im Freistaat erreicht worden. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach am Donnerstag hingewiesen. So gibt es deutliche Fortschritte bei den Angeboten für mehr Gesundheitsförderung und einen gesunden Lebensstil.
Gerlach betonte: „Unser Ziel ist, dass die Menschen in Bayern möglichst lange gesund und selbstbestimmt leben können. Dazu kann jeder und jede Einzelne selbst beitragen – und wir möchten bestmöglich unterstützen. Deshalb haben wir unter anderem die Zahl der Präventionsangebote seit der Vorstellung des Masterplans am 1. Oktober 2025 erheblich gesteigert.“
Rund 1.400 Initiativen, Projekte und weitere Aktivitäten unterstützen die gesundheitlichen Ziele des Masterplans. Gerlach erläuterte: „Konkret haben wir zum Beispiel mit unserem neuen Programm ‚Sport vor Ort – draußen, offen, für alle‘ bayernweit niedrigschwellige Bewegungsangebote an öffentlichen Plätzen geschaffen. In dessen Rahmen haben bereits 55 der 76 bayerischen Gesundheitsämter ein entsprechendes Sportangebot auf die Beine gestellt.“
Die Ministerin ergänzte: „Außerdem haben wir das Mitmachbuch ‚Lino und Mumpitz‘ entwickelt, das Kinder und ihre Eltern spielerisch über einen gesunden Lebensstil informiert. Das Buch wird im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen von den Gesundheitsämtern an die Familien verteilt. Wichtig ist ferner der Speiseplan-Check, um eine ausgewogene Ernährung im Schul-Alltag zu fördern – ein Beitrag des Bayerischen Ernährungsministeriums.“
Gerlach unterstrich: „Die Umsetzung des Masterplans Prävention ist ein gemeinsamer Kraftakt. Neben den bayerischen Ressorts leisten der öffentliche Gesundheitsdienst mit mehr als 1.000 Aktivitäten sowie das Bündnis für Prävention mit rund 170 Partnerorganisationen – darunter Kammern der Heilberufe, Sozialversicherungsträger, Kommunen, Vereine, Forschungseinrichtungen und Verbände – einen entscheidenden Beitrag.“
Zu den Aktivitäten der Bündnispartner gehört unter anderem eine Kampagne des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF), die Menschen landesweit mit der Initiative „Wir bewegen Bayern“ mobilisiert. Ein weiteres Beispiel sind Fortbildungsangebote der Bayerischen Landeszahnärztekammer zur Mundgesundheit in der Pflege. Die Verbraucherzentrale Bayern fördert zudem unter dem Motto „Fit durch die Ausbildung“ im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung die Ernährungsbildung.
Gerlach ergänzte: „Wir werden die Umsetzung des Masterplans weiter vorantreiben. Unter anderem stellen wir im nächsten Jahr eine Million Euro für innovative Großprojekte zur Bewegungsförderung bereit. Ein weiterer Fokus liegt auf der Stärkung der Medienkompetenz für Eltern: Mit der Informationskampagne ‚Bildschirmfrei bis 3‘ wollen wir einen risikoarmen Umgang mit digitalen Medien fördern und darüber informieren, warum Bildschirmfreiheit in den ersten Jahren so wichtig ist.“
Der Masterplan Prävention umfasst insgesamt zehn strukturelle und zehn gesundheitliche Ziele mit mehr als 250 konkreten Vorhaben. Die gesundheitlichen Themenfelder reichen von Bewegung und Ernährung über psychische Gesundheit bis hin zu Vorsorge und Früherkennung sowie Gesundheit im Klimawandel.
Gerlach erläuterte: „Die meisten strukturellen Ziele, mit denen die Rahmenbedingungen für Prävention im Freistaat gestärkt werden, haben wir bereits erfolgreich umgesetzt. Dazu zählt unter anderem der neue Präventionspool – eine landesweite Datenbank für Präventionsangebote, die bereits hunderte Einträge umfasst und die Suche nach Gesundheitsangeboten erleichtert.“
Die Ministerin fügte hinzu: „Ein weiteres Zeichen setzt der Bayerische Präventionstag am 12. Oktober. Er schafft eine Bühne für das gesundheitliche Engagement in Kommunen, Schulen und Betrieben. Es wurden bereits mehr als 370 Veranstaltungen in ganz Bayern angemeldet.“