Würzburg vernetzt die onkologische Studienpraxis

Würzburg, 26.06.2026

Beim 5. Netzwerktreffen der Early Clinical Trial Units (ECTUs) des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) und des Kinderonkologischen Netzwerks Bayern (KioNet) kamen am 26. Juni 2026 Study Nurses, Studienkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie Ärztinnen und Ärzte am Uniklinikum Würzburg zusammen. Gemeinsam haben sie aktuelle Entwicklungen besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und nächste Schritte des bayerischen Netzwerks diskutiert.

Netzwerktreffen stärkt Zusammenarbeit in der onkologischen Studienlandschaft

Am Uniklinikum Würzburg trafen sich 30 Teilnehmende des ECTU-Netzwerks von BZKF und KioNet, um die Zusammenarbeit im Netzwerk weiter zu stärken. Professor Ralf Bargou, Direktor des CCC Mainfranken und Mitglied im BZKF-Direktorium, begrüßte die Teilnehmenden aus den Universitätskliniken Augsburg, Erlangen, München, Regensburg und Würzburg: „Unser ECTU-Netzwerk im BZKF mit seinem standortübergreifenden Tumorboard hat deutschlandweit eine herausragende Stellung und ermöglicht Patientinnen und Patienten einen individuellen Zugang zu hochinnovativen Therapien.“

Klinische Studien im Fokus: Vernetzung als Schlüssel zum Fortschritt

Zum Auftakt gewährte Dr. Sebastian Klammt, Leiter des Koordinierungszentrums für Klinische Studien am Uniklinikum Würzburg, spannende Einblicke in nationale und internationale Entwicklungen in seinem Vortrag „Standardvertragsklauseln- und -templates und akademische Prüfzentrumsverträge zur Beschleunigung von Vertragsabschlüssen“.

Unterschiedliche Formate für Study Nurses, Ärztinnen und Ärzte standen dann im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Programms. Für die Study Nurses stellte Dr. Anna Fleischer in ihrer Funktion stellvertretende Studienleitung die BZKF-Studie GUSTABOR vor. Zudem präsentierte Mario Zoll, Selbsthilfebeauftragter des CCC Mainfranken, Angebote der Psychoonkologie und bereitete die Study Nurses auf typische Patientensituationen vor. In einem Workshop diskutierten die Teilnehmenden außerdem praktische Möglichkeiten, wie man in der immer komplexeren Studienlandschaft den Überblick behält. Parallel dazu erarbeiteten Ärztinnen und Ärzte im Workshop „Status der Task Forces, kritischer Rückblick und Next Steps des ECTU-Netzwerks“ eine Bilanz der bisherigen Strukturarbeit.

Netzwerk leben: Fachlicher Dialog und persönlicher Austausch

Die Netzwerkveranstaltung zeigte anschaulich, dass es nicht nur um Information und Austausch, sondern auch um eine konkrete Weiterentwicklung, Reflexion und Vernetzung in der klinischen Studienarbeit geht. „Das ECTU-Netzwerk hat sich zu einer tragenden Struktur für die klinische Krebsforschung in Bayern entwickelt. Unser Ziel ist es, Studien effizienter, transparenter und patientenorientierter umzusetzen – dafür ist der enge und persönliche Austausch zwischen unseren sechs BZKF-Standorten entscheidend“, so Dr. Maria-Elisabeth Goebeler, Leiterin des BZKF-ECTU-Netzwerkes.

Erneut wurde im fachlichen Dialog und persönlichen Austausch deutlich, dass standardisierte Prozesse, klare Kommunikationswege und gegenseitiges Verständnis zentrale Voraussetzungen für den Erfolg klinischer Studien sind. „Das Netzwerktreffen hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen den Teams ist. Gerade in einer immer komplexeren Studienlandschaft brauchen wir klare Strukturen, kurze Wege und verlässliche Kooperationen“, sagt Margarete Rheindorf, BZKF-ECTU-Koordinatorin und Mitorganisatorin des Netzwerktreffens.

Auch der Veranstaltungsrahmen trug zur persönlichen Atmosphäre des Treffens bei. Nach den inhaltlichen Sitzungen und zahlreichen Möglichkeiten des Netzwerkens stand eine Weinkellerführung im Würzburger Juliusspital auf dem Programm, bevor der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklang.

„Das Treffen hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ein gut abgestimmtes und mit großem Engagement gelebtes Netzwerk für die klinische Forschung ist“, so das Fazit der KioNet-Koordinatorin Dr. Zofia Wotschofsky. „Nur wenn im Netzwerk alle Akteure eng zusammenarbeiten, erreichen wir für Patientinnen und Patienten den gezielten Zugang zu innovativer Tumortherapie. Dies gelingt uns zum Beispiel durch die BZKF-weite, gemeinsame Gestaltung des Studienportfolios oder auch durch bayernweit harmonisierte Rekrutierungsaktivitäten“, fasst Dr. Daniel Heudobler, Uniklinikum Regensburg, das erfolgreiche Netzwerktreffen zusammen.

Weitere Informationen: https://bzkf.de/f/studien/ectu-netzwerk/

Bildunterschrift:  Beim 5. Netzwerktreffen der ECTUs von BZKF und KioNet tauschten sich am Uniklinikum Würzburg die Teilnehmenden zu aktuellen Entwicklungen und künftigen Maßnahmen des bayerischen Netzwerks aus.  (Foto: Annette Popp / UKW)