Aus Erfahrung wird Fortschritt: Betroffene verbessern die Krebsforschung in Bayern

BZKF, 22.04.2026

Copyright: TUM Klinikum München/Kathrin Czoppelt

Seit zwei Jahren geben Patientinnen, Patienten und Angehörige der Krebsforschung in Bayern eine starke Stimme: Im Patienten-Experten-Pool (PEP) des BZKF bringen sie ihre Erfahrungen ein, damit Forschung und Versorgung konsequent an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtet werden.


Der Patienten-Experten-Pool (PEP) des BZKF wächst kontinuierlich und vereint inzwischen mehr als 90 engagierte Mitglieder. Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Geschlechter und Hintergründe bringen ihre Erfahrungen ein und tragen dazu bei, dass vielfältige Perspektiven systematisch in Forschung und Kommunikation des BZKF einfließen. Neu ist seit 2026: Der Austausch zwischen Forschenden und PEP-Mitgliedern beginnt bereits in der frühen Phase der Antragstellung – noch bevor Projekte starten. So wird die Sicht der Betroffenen von Anfang an berücksichtigt, Rückfragen können direkt geklärt und Impulse unmittelbar in die Projektplanung integriert werden. Der persönliche Dialog wird von beiden Seiten als konstruktiv und gewinnbringend erlebt:

„Das Gespräch mit dem PEP-Mitglied hat meine Forschung und den dazugehörenden Förderantrag sehr unterstützt und mir bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die Anmerkungen konnte ich gezielt in die Ausarbeitung einfließen lassen und so insbesondere die Umsetzung meiner Forschungsidee weiter präzisieren und verbessern“, bestätigt PD Dr. Maike Buchner, Forscherin und Antragstellerin vom TUM Klinikum München. 

Auch aus Sicht der PEP-Mitglieder zeigt sich der Nutzen der Beratung deutlich:

„Ich habe das Gefühl, dass ich mich hier wirklich aktiv einbringen kann – meine Erfahrungen fließen direkt in die Forschung ein. So kann ich dazu beitragen, sie zu verbessern und am Ende anderen Patientinnen und Patienten ganz konkret helfen“, so Beate Janusch, Patientin und Mitglied des PEP.

Zur fachlichen Weiterbildung bietet das BZKF den Mitgliedern des Patienten-Experten-Pools (PEP) regelmäßig Online- und Präsenztreffen an. Dort erhalten sie Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, können ihr Wissen gezielt erweitern und sich aktiv mit Forschenden austauschen. Gleichzeitig stärkt dieser kontinuierliche Dialog die Vernetzung innerhalb des Pools und motiviert dazu, die eigene Perspektive noch wirkungsvoller in Forschung und Versorgung einzubringen. Der Patienten-Experten-Pool (PEP) verdeutlicht, wie die strukturierte Einbindung von Betroffenen dazu beitragen kann, Krebsforschung und -versorgung konsequent an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten auszurichten.